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Eching
a. Ammersee
Gemeinde Eching a. A.
Frumentius Renner, OSB
Lage
Erste
Besiedlung
Ortsadel -
Name

Dorfplatz
Grundbesitzer

Sebastianskapelle
Pfarrgeschichte
Kriegszeiten

Pestsäule
Pfarrkirche

St. Peter und Paul,
Eching a. A.
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Die
Bundesstraße 12 erreicht
20 km östlich von Landsberg und 34 km westlich von München das nördliche
Ufer und Ende des Ammersees. In geringer Entfernung bietet sich
dem
Blick nach Süden der See zur Rechten. Zur Linken fließt die regulierte
Windach und liegt das Haufendorf Eching, das sich dicht um die Kirche mit dem massiven
Turm mit Zwiebelhaube drängt.
Die Echinger Flur erstreckt sich zu einem guten Teil
auf das Überschwemmungsgebiet
der Amper, die 1 km
weiter östlich aus dem Ammersee austritt. Nach Westen schmiegt sich das
Dorf bereits an tonige Moränen an. Hier liegen die guten Ackerböden der
Gemeinde. Eching bildet den östlichen Ausläufer des Landkreises, zu dem
noch der ganze Ammersee gehört. In etwa ist die Amper, die die
Kreisgrenze bildet, zugleich auch eine Sprachgrenze. Östlich dieser Linie
finden wir baiuwarische Laute und Sprachmelodie; westlich scheinen noch
schwäbische Einflüsse wirksam, wie auch der Ortsname bis ins 17. Jahrhundert
wahllos als Echingen, Ehingen und Eching anzutreffen ist.
Hier in der
Ammer - Amperlinie kam im 5. Jahrhundert
die alemannische Wanderung zum Stehen, um nach 2 oder 3 Generationen von
der bajuwarischen zurückgedrängt
oder überdeckt zu werden. Über das verschiedene Volkstum und die
verschiedenen
Mundarten geben die Forschungen von Dr. Bruno Schweizer, Dießen Aufschluss.
Für eine frühgeschichtliche Besiedlung des Nordrandes des Ammersees in
der Hallstattzeit sprechen Hügelgräber im »Weingartens« in Richtung
Schondorf. Römische Funde bei Stegen bezeugen dasselbe für den Beginn
unserer Zeitrechnung. Zahlreiche Reihengräber in der Echinger
Gemeindeflur deuten weiter auf eine Besiedlung in der Landnahmezeit. Schon
1878
stieß
man am »Thalberg«, 200 m südlich des Ortes auf 17
Skelette
mit Beigaben; an der gleichen Stelle wurden auch später immer wieder
solche Begräbnisplätze aufgedeckt, so in den Jahren 1890, 1923, 1925,
1928..
Es ist auch kaum anzunehmen, daß der Westhang des oberen Ampertales,
schon aus Gründen der Sicherheit, unbeachtet blieb. Verkehrstechnisch ist
eine alte Straße in Ostwestrichtung
an dieser Stelle sehr wahrscheinlich; denn das Nordufer des Sees bot dem
Verkehr weit günstigere Möglichkeiten als die einst bis über Raisting
sich erstreckende
Sumpflandschaft im Süden des Ammersees. Indes ist erst die
mittelalterliche Salzstraße eine gesicherte Vorgängerin der Bundesstraße
12 in
der alten Linienführung.
In der Zeit der alemannisch-bajuwarischen Landnahme erhielt der Unterlauf
der Windach einen Grundherrn, Echo muß er geheißen haben. Dieser gab dem
Ort seinen Namen.
1065
wird
unser Eching (Ehingun) erstmals urkundlich erwähnt (Wallner,).
Weiter
finden wir Eching genannt in einem Dokument des Klosters Schäftlarn, das
unter Propst Arnold (1160/64)
»
schenkt
der
Dießener Graf Heinrich, Markgraf von Istrien und Grundherr der
Gegend,
dem Kloster Dießen neben andern Gütern seinen Besitz (praedium)
in
Ehingen, nämlich 2
Höfe,
eine Hube und eine Mühle.
1326
übergibt
»Mechthild Ulschalks Haussfraue
von Echingen« die Vogtei über 3
Höfe
in
Schöffelding, dem »Gotzhauss ze Wessisbrunnen«.
1345
wird
in den Dießener Monumenta zum letzten Male das Geschlecht derer von
Ehingen
aufgeführt. Bald nachher mag diese Familie ausgestorben sein.
Um 1420
liegt
nämlich ein Hof und das Dorfgericht zu Eching in den
Händen der Greifenberger
bzw. des Georg von Gundelfingen, der die Greifen
nach ihrem Aussterben (1396) beerbte;
der letzte Greifenberger war Abt
Eberhard von Wessobrunn (gest .1416).
hatte
er diese Burg und ihre Hofmarkgüter als Burgvogt innegehabt
1655
gingen
mehrere Echinger Untertanen der
Hechenkirchener in das Eigentum der
Perfall über. Die Pfarrchronik weiß um 1839 noch
die Namen zu nennen: Gallenbauer Nr. 15
(heute
Wirtschaft),
Scuiaitterbauer Nr. 20 mit dem Zubaugut, Heuenhof (nicht mehr
vorhanden), Wolfl Nr. 17,
Gorimann
Nr. 32
und
Dellinger Nr. 34; 5 dieser
Höfe haben heute noch ihren alten Namen und die damalige Hausnummer.
Nunmehr war Eching der umfangreichen Hofmark Greifenberg einverleibt
bis
zum Erlöschen der kleinen Herrschaften im 19.
Jahrhundert.
Nach dem
Kataster von
1809
bestand
der Ort aus 37 Wohnstätten,
nämlich
6
3/4-Höfen,
einem 3/8-Hof, 2
1/4-Höfen,
6
1/8-Bausölden,
20 1/16-Sölden
und 2 Leerhäusern.
Bis zum Jahre 1803
waren
diese Anwesen auf folgende
Grundherrschaften
verteilt: 20 zur Hofmark Greifenberg, 8
zum
Kloster
Dießen, je 2 zum Schloß Seefeld,
zur Pfarrkirche Eching und zum Kloster
Reutberg, sowie je eines zum
Kloster Andechs und zur Gemeinde Eching.
Das Haus Nr. 21 war freieigen.
zum
Kloster
Dießen, je 2 zum Schloß Seefeld,
zur Pfarrkirche Eching und zum Kloster
Reutberg, sowie je eines zum
Kloster Andechs und zur Gemeinde Eching.
Das Haus Nr. 21 war freieigen.
Die Gemeinde selbst hatte große Gemeindeteile von 2 edlen Frauen, Hergatt
und Mergatt, die wohl Edle von Echingen waren, geschenkt erhalten. Die
beiden Frauen waren wohl die letzten ihres Geschlechtes und galten als die
Stifterinnen der Gemeinde. Ihre Schenkung machten sie mit der Auflage,
»daß
man Sye beede alle Sonntag von der Cancl ewig verkhündten und für
Sie
betten solle«, wie es im Salbuch vom Jahre 1677
Kirchturm brannte aus, die
Glocken schmolzen und die Uhr ging zugrunde. Schwer beschädigt blieb das
Gotteshaus stehen. Der Pfarrhof und dessen eben neu erbauter Stadel wurden
gleichfalls ein Raub des Feuers. Das
Vieh hatten die Soldaten dem Pfarrer und jedenfalls auch der Bevölkerung
vollständig abgenommen. 1705
wurde der Pfarrhof neu gebaut und 1860
erneuert. 1704-11
wurde der Turm wiederhergestellt und 2
neue Glocken beschafft. Große Notzeit verursachte 1709
eine Feuersbrunst, die nach eben eingebrachter Ernte mehrere
Anwesen in Asche legte, auch den Pfarrstadel. Um das Unglück voll zu
machen, schlug in den beiden folgenden Jahren der Schauer und vernichtete
die Ernten. So verarmte das arme Bauerndorf Eching vollends.
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Schulgeschichte

Brückenstein 1964
Gießübl

Dorbrunnen mit Wassernixe
Sebastianskapelle Eching a. A.
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Dürftig
ist der Anfang der Echinger Schulgeschichte. Als erster Mesner und Lehrer,
der in seinem Haus Unterricht gab, ist uns Johann Graf
genannt, der 1709
(damals noch nicht Mesner) durch sein mutiges
Eingreifen das Abbrennen der
Kirche verhindert hatte. Sein Nachfolger war
1754 sein Schwiegersohn Joh.
Dietrich. Doch wird im Jahre 1755 die Schule als »mediocris«, zu
Deutsch: nicht ganz entsprechend, bezeichnet.
Durch eine Stiftung des
Pfarrers Schorer war für arme Schulkinder das Schulgeld für alle
Zeit bezahlt (30 Gulden). Wiederum wurde der Schwiegersohn Matthäus
Miller aus Eresing 1787 Nachfolger, zugleich auch Organist, da Eching 1782
seine erste Orgel erhalten hatte. Miller war der erste geprüfte Lehrer am
Ort.
Es folgte dessen Schwiegersohn Mattias Huber aus
»Prüaching« (Prittriching), der 1819 aus dem Seminar als geprüfter
Schulamtskandidat gekommen war. Er galt als geschickt und fleißig. Damals
gingen noch die Kinder von Greifenberg, Beuern, Gißübl und Painhofen in
Eching in die Schule, die dadurch zu eng wurde, weswegen die Regierung
eine Erweiterung verlangte. Dagegen aber erhob der Ortspfarrer Suiter
Protest: Für die Echinger Kinder sei die Schule groß genug.
Die
Auffassung der Schulpflicht scheint sich in Eching langsam eingebürgert
zu haben. Das Visitationsprotokollvon 1822 klagt: »Der Unterricht der
Hirtenkinder ist wie immer schlecht.« Die Bauern dringen im Sommer von
Morgen bis spät abends auf ununterbrochenes Hüten (entgegen kgl.
Verordnung), und im Winter laufen diese Kinder täglich dem Bettel nach.
Ein Unglücksjahr war 1833. Für die Zeit der Schneeschmelze, für Herbst
und Dezember sind Überschwemmungen der Windach verzeichnet. Am 7. Juli
1836 brannten
5 Haupt- und 5 Nebengebäude ab. 1895 Windachüberschwemmung.
1899 Entwässerung des Moores durch einen Kanal bis Wildenroth. Der
Weltkrieg 1914/18 forderte 21 Opfer (18 Gefallene, 3 Vermißte). Im jüngsten
Krieg fielen 24 Söhne Echings, 11 sind vermißt.
Zu Kriegsende 1945
wurden
von den zurückweichenden deutschen Soldaten die Brücken über die
Windach und Amper gesprengt. Dies hatte zur Folge, daß die gefürchteten
Truppen des Generals de Gaulle, statt weiter vorzustoßen, am Westufer des
Ammersees verblieben.
Der zur Gemeinde Eching gehörende Weiler Gießübl liegt 1 km westlich an
der Windach. Sein Name lautet 1420 Gißübl, 1537 Güsybel, 1558 Gyßybel
und bedeute
t »Ort der zeitweilig überflutet wird«. 1507 kam der Hof zur
Perfallschen Hofmark Greifenberg.
Im Dreißigjährigen Krieg - die
Siedlung war inzwischen auf 3 Anwesen angewachsen - wurden sämtliche
Häuser eingeäschert und danach nur 2 wieder aufgebaut; diese beiden Höfe
stehen heute noch (alte Hausnamen »beim Aichele« und »beim Jäckel«).
Eine durchgreifende Änderung der Gemeindestruktur brachte erst die jüngste
Zeit. Der Zuzug der Heimatvertriebenen nach 1945, ferner verbesserte
Arbeitsbedingungen und Verkehrsverhältnisse ließen die Einwohnerzahl
1962 auf 640 anwachsen mit 180 Haushaltungen, 1981 sind es 1266 Einwohner.
Neue Wohn- und Wirtschaftsgebäude bekunden eine Verjüngung und Aufwärtsentwicklung
des Dorfes. 1955 wurde ein neuer Friedhof mit Leichenhalle fertiggestellt.
1957 erhielt die Gemeinde ein neues Schulgebäude (zweiklassige Schule)
mit Nebengebäuden. 1960 wurde mit der Verlegung der Bundesstraße 12 südlich
des Dorfes eine gute Zufahrtsstraße mit Brücke angelegt sowie der
Windachausbau und die Flurbereinigung durchgeführt und 1962 eine zentrale
Wasserversorgungsanlage geschaffen.
Eine vorbildliche Innenrenovierung der
Kirche und Sebastianskapelle erfolgte 1963. In Gemeinschaftsarbeit
entstand 1973 auf dem einmalig schönen Dorfanger ein vielfältiger
Kinderspielplatz und am Dorfplatz ein Brunnen mit Wassernixe. Als der
Abwasserzweckverband » Ammersee« 1973 östlich von Eching die zentrale
Kläranlage baute, da nutzte auch Eching diese Chance. Mittlerweile ist
der gesamte Ort kanalisiert und alle Straßen neu gebaut.
Die Einweihung
eines neuen Feuerwehrgerätehauses 1975, der Bau eines Postamtes durch die
Gemeinde, Brückenbauten über die Windach runden die kommunalen Aktivitäten
der letzten Jahre ab. Der Landkreis erwarb in zähen Verhandlungen den
gesamten Ammerseeuferbereich und schuf für die Naherholung Parkplätze,
Bad, Seglerplätze und einen Uferweg bis Stegen. Anlaß für das letzte
große Fest am 25. 10.
1981 war die Renovierung des Pfarrhofes und
Pfarrstadels für ein vorbildliches Pfarrzentrum. In gleicher Bürgerinitiative
bauten die Vereine ihre Sportplätze und Tennisplätze.
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Wappenbeschreibung:
Gespalten; vorne in Blau ein
wachsender goldener Abtstab;
hinten dreimal wellenförmig
schräg geteilt von Rot und Silber
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So formte sich aus dem einst unscheinbaren Dorf armer Bauern ein
vorbildlicher Erholungsort.
Als Bürgermeister waren bzw. sind tätig:
ab 1946 Emmeran Wittman
ab 1966 Leonhard Nennhuber
ab 1972 Hubert Haas
ab 1984 Hubert Mahler
ab 1996 Siegfried Luge.
Das von Bernhard Müller-Hahl ausgearbeitete Gemeindewappen nach
nebenstehender Beschreibung erhielt 1969 die ministerielle Zustimmung und
ist historisch wie folgt begründet:
Echings Geschichte ist von der Abhängigkeit
vom Stift Dießen und von der Familie der Greiff in dem benachbarten
Greifenberg geprägt; letztere waren lange Zeit Inhaber des Echinger
Dorfgerichts. Dießen hatte grundherrschaftliche Rechte in der Gemeinde.
Das wird im Wappen durch das heraldische Symbol der Greiff (mehrfache
Wellenschrägteilung) und durch das geistliche Sinnbild des Abtstabes (für
Stift Dießen) dargestellt.
Diesem Wappen hat das Bayerische Staatsministerium des Innern mit
Entschließung vom 18. 4. 1969 zugestimmt.
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Cafetria
im Erholungsgebiet Eching a. Ammersee
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